Altdorf

© 2004
erstellt durch Ja-DV

Die Auch am zweiten Ausstellungssonntag der Sonderausstellung „Das Bader-Wesen in Altdorf, Pfettrach und Eugenbach“ waren wieder viele interessierte Besucher ins Heimatmuseum „Adlhoch-Haus“ gekommen. Die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Ida Forster, konnte diesmal Bürgermeister Josef Sehofer und Professor Anton Mößmer begrüßen, der ein viel beachtetes Referat über das Medizinalwesen in früheren Jahrhunderten hielt.

Ida Forster dankte dem Initiator dieser Ausstellung, dem Kreisarchivpfleger Hans Seidl aus Pfettrach, für seine viele, mühevolle Arbeit sowie dem Altdorfer Heimatforscher Ernst Gruß für die Zurverfügungstellung der Bilder von dem ehemaligen Bader-Hofstellen im heutigen Altdorfer Ortsgebiet und wünschte weiterhin viel Interesse für diese Sonderausstellung.

Bürgermeister Josef Sehofer beglückwünschte den Heimat- und Museumsverein, dass es ihm immer wieder gelinge, derartige Sonderausstellungen im Heimatmuseum zu veranstalten. Museen dieser Art wie das Altdorfer Heimatmuseum seien ein Besuchermagnet, sagte Sehofer und zeigte sich dankbar, solche engagierten Personen in unserer Mitte zu haben wie Hans Seidl und Museumsbetreuerin Monika Weigl, die bei ihrer Forschungsarbeit „in die Tiefe gehen“, wie der Bürgermeister sagte, also in die Archive. Auf die vielen historischen Aushänge an den Stellwänden und die Darstellung der frühen medizinischen Behandlung in Wort und Bild eingehend wies das Ortsoberhaupt darauf hin, wie verwöhnt man eigentlich sei, heute wegen allen Beschwerden zum Arzt gehen zu können.

Ausstellungsleiter Hans Seidl, auch dritter Vorsitzender des veranstaltenden Heimat- und Museumsvereins, gab einige Erläuterungen zur Ausstellung und sagte, er spezialisiere sich vor allem auf die Archivarbeit. Für die Müller, Schmiede, Wirte und die Bader gab es früher in den ehemals eigenen Dorfgemeinschaften Altdorf, Pfettrach und Eugenbach so genannte Ehaftsordnungen mit den Rechten und Pflichten dieser Berufsgruppen, auf die in der Ausstellung besonders eingegangen werde.

Professor Anton Mößmer, der in seinem vor kurzem erschienenen jüngsten Buch „Arzte, Bürger, Herzöge“ die Geschichte der Medizin in Landshut beschreibt, sagte, der Heimat- und Museumsverein habe sich mit dieser Ausstellung auf ein äußerst umfangreiches und abwechslungsreiches Thema eingelassen. Durch die Jahrhunderte hätten sich die Begriffs- und Berufsbezeichnungen wie Feldscherer, Wundärzte, Barbiere und Bader immer wieder mal geändert. Auch zeige die Ausstellung die Not der damaligen Zeit auf.